Gedichte

Unter der Linde

Ich sitz unter der Linde,
Und ritze in die Rinde
dass ich mich nie mehr binde.
Wenn ich bloß Ruhe finde!
Doch hör ich der Nachtigall
Schall und blicke einsam in das All.
Ich warte auf den Hochzeitsball
und hoff ich komme nicht zu fall!

Seit du gingst blick ich zum Mond,
frag mich ob mein Leben lohnt.
Nicht nur einer mir argwohnt,
dass mein Seele bei dir wohnt.
Doch hör ich der Nachtigall
Schall und blicke einsam in das All.
Ich warte auf den Hochzeitsball
und hoff ich komme nicht zu fall!

Ich warte an der Mühle
seit dem du von mir gingst,
Ich warte in der Kühle,
das du mich zu dir bringst.
Doch hör ich der Nachtigall
Schall und blicke einsam in das All.
Ich warte auf den Hochzeitsball
und hoff ich komme nicht zu fall!

Ich sehne mich der Zeiten
da ich dich werd begleiten.
Ich werde zu dir reiten,
dein Antlitz wird mich leiten!
Doch hör ich der Nachtigall
Schall und blicke einsam in das All.
Ich warte auf den Hochzeitsball
und hoff ich komme nicht zu fall!

Schein-Heilig

Scheinen wir Heilig, oder heiligen wir nicht eher doch den Schein?
Dabei scheint jedem klar, dass der Schein trügt, und keiner mehr als dieser,
Und doch scheinen wir anscheinend dem Schein einen Schrein zu bauen
Denn bevor wir den Schein schenken erteilen wir eher Gnade, Liebe und Erlösung.

Ist es also nicht doch so, dass wir den Schein heiligen
Um im Scheine dessen uns zu Sonnen und dadurch selber Heilig zu scheinen?
Oder ist das alles nicht doch nur Schein um die Welt im Glauben zu lassen
Wir Gläubigen seien soviel anders auch nicht,
Jedenfalls Augenscheinlich?
Doch haben wir, ob des Scheins, vielleicht vergessen was wir Glauben
Und unser Glaube ist nunmehr nur Schein nicht sein
Und so Heiligen und Leben wir doch den Schein Heilig zu sein ohne zu wissen was Glaube ist.

Und doch ist es so, je größer der Schein, desto mehr Nullen.

Sommer

Die Nacht ist so still,
der Mond scheint so voll,
Ich preis die Natur,
einen jeden Zoll.
Die Weiden wiegen im Winde sich,
Weisen ewiglich hin auf dich.
Den Sommer, den lieben, den preis ich;
Der Winter ist mir zu leidlich.
Wintermond hat klare Pracht,
Nichts geht über Sommer Nacht!
Schaut euch um in meinen Garten,
Neid ists in euren Barten!
Die Natur scheint mich zu lieben,
Verteidigen werde ich sie mit hieben.
Was will ich in den Städten,
In der Natur will ich mich betten.

Nacht

In der Nacht stehen wir, als Gesandte des Lichts.
Das Dunkel umgibt uns und kann uns doch nichts.

Mit dir durchs Tal zu streifen ist keine Pflicht.
kein Verzicht mit dir das Leben zu wagen
Egal was andere sagen, wie sie uns plagen
und über uns schimpfen, schreien, motzen, fluchen,
ist es doch ihre Pflicht uns zu versuchen
uns ein Ticket zur Hölle zu buchen.

Es ist ihr Vater, der sie treibt,
da er es hasst, wenn einer im Licht bleibt
ist er es, der uns Märchen aufzeigt
damit manch einer sein Leben vergeigt.

Auch wenn der Teufel laut bellt,
ist doch er es der fällt.
Denn wir sind nie allein in der Welt,
haben Ihn um uns, der uns hält.

Lass uns Gott unser leben übergeben
d'rüber reden ist nicht genug,
sonst verpassen wir den Zug
und sein Segen bleibt uns verwehrt
ist unser reden auch nicht verkehrt,
will er doch, dass unser leben Ihn ehrt.

Klar, wird er nicht die Sorgen aus unserm Weg fegen,
doch uns befähigen Zeugnis abzulegen.
Und so gehen wir getrost die Schritte,
bei jedem meiner Tritte liegt auf meiner Zunge die Bitte:
Schick Legionen deiner Heere,
Dass die Welt sie nicht verzehre,
sondern ihre Liebe deine Ehre mehre.

An Gott

Mein innerstes schreit,
Doch ich will dich ehr'n.
Mein innerstes heult,
Doch ich will dir danken.
Mein innerstes zergeht,
Doch ich will dich preisen.

Denn du bist Gut.
Denn du bist Herr.
Denn du bist - du.

Mein Herz verweigert,
Doch ich will dir folgen.
Mein Herz klagt,
Doch ich will dir singen.
Mein Herz zerbricht,
Doch ich will dir dienen.

Denn du bist Gut.
Denn du bist Herr.
Denn du bist - du.

Mein Verstand fragt,
Doch ich will nicht zögern,
Mein Verstand hadert,
Doch ich will nicht rebellieren.
Mein Verstand kapituliert,
Doch ich will nicht aufgeben.

Denn du bist Gut.
Denn du bist Herr.
Denn du bist - du.

Ich will dein sein.
In alle Ewigkeit dein sein.
Doch auch hier schon dein sein.
Auch wenn es weh tut will ich dein sein.

Denn du bist Gut.
Denn du bist Herr.
Denn du bist - du.